Was bisher geschah

In allen vier Gemeinden haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger Ende November 2014 mit Zweidrittelsmehrheit der Exekutive den Auftrag erteilt, Abklärungen zu einer möglichen Fusion der Gemeinden des Wehntals zu treffen.

Rund um eine mögliche Fusion gab es in einer ersten Runde viele Gespräche, offene Fragen, Emotionen sowie unterschiedliche Meinungen, aber auch viel Zustimmung durch die Wehntalerinnen und Wehntaler. Die Gemeinden planten intensiv und konzentriert. Grossen zeitlichen Einsatz leisteten vor allem die Gemeinderäte und das Gemeindepersonal. Die Bevölkerung wurde mittels Zukunftskonferenzen, Arbeitsgruppen, Homepages, Informationsveranstaltungen und Wehntaler INFOS informiert.

Aufgrund eines sehr knappen Abstimmungsergebnisses einer einzelnen Gemeinde musste der Prozess im November 2017 frühzeitig abgebrochen werden. Den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern der drei anderen Gemeinden war keine Meinungsäusserung mehr möglich. Der erarbeitete Zusammenschlussvertrag konnte der Gesamtbevölkerung nicht mehr zur Abstimmung vorgelegt werden.

Das abrupte Ende des Prozesses mit teilweise emotionalen Schuldzuweisungen verunmöglichte eine Weiterverfolgung  dieses Projekts. Zurück bleiben eine gewisse Verunsicherung, Leere und viele offene Fragen.

Vereinsgründung UNSER WEHNTAL

Eine Gruppe, zusammengesetzt aus Vertreterinnen und Vertretern aller vier Wehntaler Gemeinden, wollte diese unbefriedigende Situation nicht auf sich beruhen lassen. Die bisher geleistete Arbeit sollte vervollständigt und ergänzt und die Ergebnisse sollten der gesamten Bevölkerung transparent dargelegt werden.

Im Sommer 2019 entstand aus der kleinen Gruppe "Vision Wehntal" der Verein UNSER WEHNTAL. Geplant war damals die Abklärung der Befindlichkeiten der Bevölkerung zum Thema Fusion durch eine Umfrage und Analyse des Institutes für Politikwissenschaften der Universität Zürich - also durch externe Fachleute.

Initiativen für "kleine Fusion"

Wir wussten nicht, dass zur selben Zeit in Schöfflisdorf und Oberweningen je eine Einzelinitiative für eine "kleine Fusion" der beiden Gemeinden vorbereitet und eingereicht wurde. Obwohl wir von diesem Ereignis überrascht wurden, solidarisierten wir uns rasch mit den Initianten, denn jeder Schritt zur Zusammenarbeit im Wehntal ist ein Schritt in eine gute Richtung.

Die Urnenabstimmung über den ausgearbeiteten Zusammenschlussvertrag in den beiden Gemeinden Oberweningen und Schöfflisdorf wurde auf den 29. November 2020 angesetzt. Mittels Flugblattaktion unterstützte UNSER WEHNTAL die Vorlage. Das Abstimmungsresultat: Oberweningen hat die Vorlage mit 51.7%, Schöfflisdorf mit 52.4% abgelehnt, und dies bei einer Stimmbeteiligung in beiden Gemeinden von über 50%. Nach einem ersten, gescheiterten Versuch vor zwanzig Jahren, die beiden Nachbargemeinden zu fusionieren, war also auch dieses Projekt vom Tisch. Dabei sah es anfänglich für die Initianten gar nicht so schlecht aus, hatten sie doch mit ihrem Vorstoss in beiden Gemeinden die erste Hürde mit über 70% Zustimmung geschafft. Aber eben, dann kam bekanntlich Corona. Möglich, dass auch diese Krise mit ein Grund war für das knappe Scheitern der Vorlage. In unsicheren Zeiten ist man nicht in Stimmung, zukunftsorientierte, "visionäre" Entscheidungen zu treffen.

UNSER WEHNTAL bedauerte den Negativentscheid, auch wegen der grossen Vorarbeit, welche von den beiden Exekutiven für dieses Projekt geleistet worden war. Für unseren Verein hiess dies: Wir richten unseren Fokus wieder vermehrt aufs ganze Tal, wie wir dies von Anfang an getan haben.